Ich bin schwanger!!!! Aber was jetzt? Es gibt so viele Sachen zu klären, dass es manchmal sehr überfordernd sein kann. Körper und Geist werden eine der größten Transformationen im Leben erfahren und viele Entscheidungen stehen an. 

Dieser Artikel erklärt was eine Hebamme und eine Doula ist, was sie vor, während und nach der Geburt tun und wie sie sich unterscheiden. Damit hoffen wir eine der anstehenden Entscheidungen etwas leichter für dich zu machen.

Doula und Hebamme im Überblick

DoulaHebamme
DefinitionEine Frau, die selbst eine Geburt hinter sich hat. Sie steht der werdenden Mutter mit emotionaler, informativer und körperlicher Unterstützung bei. Sie hilft Frauen in nicht medizinischen Aspekten.Eine medizinisch gelernte Geburtshelferin, die die Schwangerschaft begleitet, die Geburt leitet und das Verfahren der Geburt mit den werdenden Eltern zusammen entscheidet. Sie ist auch für das Baby zuständig.
QualifikationenAusbildung zur Doula; 4 – 9 Ausbildungswochenenden für die Theorie, Mentoring und Praxiserfahrung. Dauer ca. 1 Jahr. Eigene Geburtserfahrung.Studium zur Hebamme über 8 Semester.
AufgabenVor der Geburt: Informative Gespräche über mögliche Geburtsverfahren. Emotionale Unterstützung. Geburt: Sie ist bei der ganzen Geburt dabei und gibt der Frau mit 1:1 Betreuung das, was die Frau braucht. Nach der Geburt: Emotionale und körperliche Unterstützung.Vor der Geburt: vorbeugende Maßnahmen, Förderung der normalen Schwangerschaft Geburt: Förderung der normalen Geburt, Erkennung von Komplikationen bei der Mutter oder dem Kind. Zugang zu medizinischen Eingriffen oder anderen Maßnahmen im Notfall. Nach der Geburt: Die Frau und das Baby medizinisch betreuen.
KostenMuss privat bezahlt werden.Wird von der Krankenkasse übernommen.

Eine Doula

Das Wort Doula stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet “Dienerin”. Eine Doula ist also eine Frau, die für die werdende Mutter (und den Vater) zur Verfügung steht um physische, emotionale und informative Unterstützung zu geben. Sie selbst muss eigene Geburtserfahrung haben, mindestens 25 Jahre alt sein und eine entsprechende Ausbildung zur Doula gemacht haben.

Eine Doula sorgt für das “all-round” Wohlbefinden der werdenden Eltern. Sie antwortet auf Fragen, kann viele Ängste lösen und ist die emotionale Säule, auf die sich die werdenden Eltern stützen können. Eine Doula steht den Eltern beiseite.

Die Betreuung einer Doula kann etwa so aussehen: zwei bis drei Besuche in der Schwangerschaft, die Rufbereitschaft zwei bis drei Wochen vor und zwei Wochen nach dem errechneten Entbindungstermin, die durchgehende Geburtsbegleitung und ein bis zwei Besuche nach der Geburt.

Übernimmt die Krankenkassen die Kosten einer Doula?

Nein, eine Doula muss privat bezahlt werden. Der Preis ist natürlich auch abhängig von den gewünschten Leistungen. Die Doulas legen ihre Preise selbst fest, welche normalerweise zwischen 500 – 1000 € liegen. Wichtig ist nur deutlich mit der Doula darüber zu sprechen, was erwartet wird, sodass sie dementsprechend die passende Pauschale berechnen und in Rechnung stellen kann.

Für Frauen oder Paare mit weniger Mitteln, gibt es die Möglichkeit auf Kostenübernahmen durch einen Antrag bei der Doulas in Deutschland e.V.

Die Unterstützung

Es gibt pränatale, Geburts- und postnatale Doulas. Für viele Frauen ist es entscheidend die Doula bei der Geburt dabei zu haben. Während der Geburt gibt die Doula der gebärenden Frau ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Eine Doula hat keine medizinische Funktion und hat keinen Einfluss auf das Geburtsverfahren!

Oft haben Hebammen gleichzeitig mehrere Frauen, die sie betreuen. Die Doula hingegen hat nur einen Auftrag – die gebärende Frau. Sie verlässt die Frau nicht und sorgt für konstante Ruhe und tiefes Vertrauen bei der gebärenden Frau.

Sollte die Geburt, geplant oder akut, ein Kaiserschnitt sein, kann auch hier die Doula mit einbezogen werden. Eine Doula begleitet die Frau durch die komplette Geburt.

Eine Hebamme

Eine Hebamme auf der anderen Seite ist eine medizinische Fachkraft. Auch sie unterstützt die werdende Mutter und hat die Verantwortung eine gesunde Schwangerschaft zu fördern, die Geburt zu leiten und medizinische Entscheidungen, gemeinsam mit den werdenden Eltern, zu treffen. Ebenfalls sorgt sie für die Frau und das Baby nach der Geburt.

In der Schwangerschaft kann eine Hebamme ganz, oder mit dem Frauenarzt zusammen, die Vorsorge übernehmen. Sie stellt sicher, dass die Schwangerschaft gut läuft und dass es der Mama und dem Baby gut geht. Sie kann Maßnahmen ergreifen, wenn es notwendig ist. Die Hebamme nimmt sich oft mehr Zeit für die Frau, im Gegensatz zu dem üblichen “rein und raus” bei einem Frauenarzt.

Die Kosten einer Hebamme werden komplett von der Krankenkasse übernommen. Von Mal zu Mal wird ein neuer Termin mit den werdenden Eltern und der Hebamme vereinbart. Direkt nach der Geburt kommt die Hebamme in der Regel sehr oft zum Hausbesuch oder so oft die Frau oder das Baby es brauchen. Anspruch auf eine Hebamme hat die Frau bis zum Ende der Stillzeit oder bis Ende des 9. Lebensmonats, wenn das Baby die Flasche bekommt.

Leistungen

Eine Hebamme kann man auch nur für die Vorsorge oder für die nachgeburtliche Betreuung anfragen. Egal welche Leistung man sich wünscht, es ist eine gute Idee so früh wie möglich auf die Suche zu gehen. Eine Hebamme steht auch Frauen, die eine Fehlgeburt hatten, zu. Also braucht man nicht das erste Trimester mit dem Gedanken, dass die Schwangerschaft noch unsicher ist, abzuwarten, um eine Hebamme zu engagieren.

Wenn eine ungeteilte Betreuung einer Hebamme während der Geburt gewünscht ist, dann sucht man nach einer Beleghebamme. Sie darf in den Krankenhäusern mit im Kreissaal sein und die Geburt leiten. Die Rufbereitschaft muss privat bezahlt werden und kostet zwischen 150 und mehreren hundert Euro. Einige Krankenkassen bezuschussen diese Kosten.

Wie so eine Doula?

Doulas werden seit dem Hebammenmangel immer häufiger engagiert. Viele Frauen fühlen sich unsicher und wenig entgegengekommen und suchen deshalb privat Unterstützung, um ein schönes und entspanntes Geburtserlebnis zu bekommen.

Eine Doula kann auf keinen Fall eine Hebamme ersetzen, aber sie schafft Ruhe und Stabilität in der neuen Situation und für die Frau besonders während der Geburt. Viele Doulas und Hebammen arbeiten toll zusammen und ergänzen sich wunderbar. Andere Hebammen haben vielleicht eine schlechte Erfahrung mit einer Doula gemacht und möchten dadurch nicht weiter mit Doulas arbeiten. Also muss man einiges mit den betroffenen geburtsbegleitenden Personen, egal ob zu Hause, im Geburtshaus oder im Krankenhaus geboren wird, klären.

Problematisch mit dieser Art von Privatleistung ist, dass nicht alle Frauen oder Paare die Mittel dafür haben. Die Krankenkassen allerdings sehen, dass so eine Lücke gefüllt wird und kümmern sich nicht weiter um die fairen Honorarsätze der Hebammen. Die Hebammen müssen bis zu vier gebärende Frauen gleichzeitig betreuen und rennen schneller als je zuvor. Das ermöglicht keinen Platz für eine entspannte, persönliche Betreuung der Frau.

Muss ich wählen?

Nein, du kannst, wenn deine Finanzen es erlauben, sowohl eine Hebamme, als auch eine Doula als Unterstützung engagieren. Eine Hebamme ist schwierig zu finden: passt der ET, die PLZ, hat sie noch Kapazitäten? Viele Frauen kontaktieren bis zu 100 Hebammen und stehen danach immer noch ohne eine da! Deswegen liegt es nahe, eine Doula zu finden, was noch relativ leicht ist.

Jeder Frau schafft die Schwangerschaft und die Zeit nach der Geburt natürlich auch ohne eine freiberufliche Hebamme oder Doula, aber es ist wirklich die ganze Mühe Wert an der Suche dran zu bleiben und alles für sich als Frau zu tun, um eine selbstbestimmte, ermächtigte und ruhige Schwangerschaft, Geburt und Zeit nach der Geburt zu haben.

Unterstützt die Hebammen hier: https://www.lieberjens.de/index.html#about

Katrine unterrichtet Schwangerschaftsyoga, bei dem sie sehr viel Wert auf Meditation und Visualisierung der Geburt legt. Außerdem werden in der Yogapraxis die Muskeln gekräftigt, verschiedene Pranayamas für das Wohlbefinden ausgeführt, die Geburt wird geübt und durch Entspannungsübungen lernt die Frau während der Wehen loszulassen.

Weitere Informationen: https://vitamin-bewegung.de/schwangeren-yoga-berlin

Katrine Kroløkke Allibert

Katrine ist es wichtig ein gesundes Training anzubieten. Zusammen sprechen wir über und erarbeiten Körperstellungen, die Wahrnehmung vom Selbst und Atemübungen. Ihre Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in allen Levels ist für sie purer Genuss.

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